07.04.2017

Heute ist Weltgesundheitstag

Heute Weltgesundheitstag zum Thema Depressionen / Schaper: Betroffene besser versorgen, Masterplätze in Chemnitz erhalten

Zum heutigen Weltgesundheitstag, der sich dem Thema Depressionen widmet, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Linksfraktion, Susanne Schaper:

Auch Überlastung im Job oder Angst vor dem sozialen Abstieg fördern Krankheiten. In Sachsen werden immer häufiger Depressionen diagnostiziert. Laut dem Gesundheitsbericht der AOK PLUS für 2015 gingen 73.278 Krankschreibungen auf psychische Erkrankungen zurück. Laut dem Gesundheitsreport der Barmer werden dabei Depressionen am häufigsten diagnostiziert. Diese psychische Erkrankung ist besonders heimtückisch, da die Betroffenen sie selbst gar nicht oder erst spät wahrnehmen. Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und Renten und die Abschaffung von Hartz IV wären die richtigen Schritte, um zumindest den stressbedingten Depressionen entgegen zu wirken.

Für Menschen, die an Depressionen leiden, muss außerdem die Versorgungssituation verbessert werden. Dafür ist es auch wichtig, in Sachsen genug Psychologinnen und Psychologen auszubilden. Es wäre vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Erkrankungen geradezu absurd, die Zahl der Psychologie-Masterstudienplätze an der TU Chemnitz zu kürzen.

In Sachsen waren laut Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 2015 über 270.000 Erwerbstätige im Gesundheitsbereich beschäftigt. Gemeinsam erzeugten sie eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 11,2 Mrd. Euro und leisteten so einen Beitrag von 11 Prozent an der Gesamtwirtschaft. Dass ihre Zahl zwischen 2010 bis 2015 um knapp sieben Prozent gewachsen ist, liegt nicht zuletzt an der demografischen Entwicklung, in deren Folge mehr Ärzte und nichtärztliches Personal erforderlich sind.

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der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
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Wenn es eine solidarische Gesundheitsversicherung gäbe, was müsste ich bezahlen?

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