29.03.2018

Schaper: Notarztversorgung in Sachsen wird immer schlechter- gerade abseits der Großstädte dringender Handlungsbedarf!

Zur Antwort der Staatsregierung auf die Kleine Anfrage «Notarztdienste 2017 in Sachsen» (Parlaments-Drucksache 6/12554) erklauml;rt die Fragestellerin Susanne Schaper, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

«Wir alle sind darauf angewiesen, dass schnell Hilfe kommt, wenn wir sie brauchen. Bei der Erfüllung dieses Anspruchs klaffen immer größere Lücken in Sachsen. Die Notarztversorgung wird immer schlechter - obwohl die vielen engagierten Retterinnen und Retter alles geben, um die Lücken klein zu halten. Dennoch blieben 2017 insgesamt 1.666 Zwölf-Stunden-Schichten unbesetzt, deutlich mehr als in den Vorjahren. Auch wird die gesetzliche Frist von zwölf Minuten, innerhalb derer ein Rettungsmittel vor Ort sein muss, immer öfter verfehlt. 2016 hat es bei 19,4 Prozent der erfassten Einsätze zu lange gedauert, 2017 schon bei 20 Prozent.

Sachsens CDU-geführte Landesregierung lässt das alles zu und macht die Rettungszweckverbände und Landkreise verantwortlich. Sie lässt die Menschen im Stich, die den Krankenwagen brauchen, aber auch diejenigen, die den Krankenwagen besetzen. Dabei ist klar, was zu tun ist.

Die Integrierten Rettungsleitstellen müssen endlich voll in Betrieb gehen. Die Staatsregierung muss sich einen umfassenden Überblick über die Situation des Rettungsdienstes verschaffen und mit den Trägern nach Wegen suchen, um die Versorgung zu sichern. Die Gründe für Hilfsfrist-Überschreitungen sind zu erforschen und zu beseitigen. Die engagierten Notärztinnen und Notärzte brauchen ein besseres Arbeitszeitsystem. Und gerade abseits der Großstädte müssen schnellstmöglich noch mehr medizinische Versorgungszentren entstehen, um die Notaufnahmen zu entlasten.»

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AKTUELLER ANTRAG
«Solidarische und gerechte Finanzierung von Gesundheit und Pflege»

der Fraktion DIE LINKE im Bundestag
28.03.2017

Antrag (Vorabversion)
hier (PDF-Datei 895 Kb)

BEITRAGSRECHNER
Wenn es eine solidarische Gesundheitsversicherung gäbe, was müsste ich bezahlen?

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