15.01.2018



Schaper: Historischer Tiefstand bei Organspenden - Staatsregierung muss auf Alarmsignal reagieren

Im Sozialausschuss des Landtages fand heute eine Sachverständigenanhörung zur Änderung des Sächsischen Transplantationsausführungsgesetzes statt. Susanne Schaper, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, erklärt dazu:

Es ist ein Alarmsignal, dass die Zahl der Organspender auf einen historischen Tiefstand gesunken ist. 2017 gab es in Sachsen nur 70 Organspender! Die Staatsregierung muss die Anhörung als Handlungsauftrag verstehen. Sie könnte sich etwa am bayerischen Ausführungsgesetz orientieren.

Die Regierung muss unbedingt aktiv werden, damit aus der Spendenbereitschaft auch tatsächlich Spenden werden. Das beginnt mit einer offensiven Kampagne zur Aufklärung der Öffentlichkeit. Außerdem muss schon in höheren Schulklassen über das bisherige Tabu-Thema Organspende aufgeklärt werden. Die Transplantationsbeauftragten der Krankenhäuser müssen neben ihrer Arzttätigkeit ausreichend Freiraum für Beratung und Betreuung haben. Es kommt darauf an, Ängste abzubauen – etwa vor medizinischen Fehldiagnosen, aber auch vor finanziellen Nachteilen für Angehörige von Spendern oder vor Bürokratie.

AKTUELLER ANTRAG

Ostdeutsche Arbeits- und Lebensleistung anerkennen - Fehler und Versäumnisse der Nachwendezeit und Treuhand-Unrecht kritisch aufarbeiten!

Antrag der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag
27.03.2019, hier lesen.
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Perspektivwechsel im Fanprojekt der AWO Chemnitz